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Zum Verspeisen schön Kochen ist Kunst. Ein Tafelwerk für alle Sinne. Kreiert für den Moment und die Erinnerung. Ein Happening, das sich in den ersten, öffentlichen Restaurants Bahn brach: zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Inzwischen avanciert das Kochen zur Kunstgattung, gelehrt in Universitäten, aufgetischt als Skulpturen des Augenblicks. Die Zutaten sind ein sensibles Gemisch aus Idee, Form, Material, Tradition, Stil und Maß. Es geht um Sex und Tod, um Lust und Vergänglichkeit. Themen, die Kunst und Kochen eigen sind. „Die Schönheit wird essbar sein“, sagte Dali. Molekularküche und Nouvelle Cuisine gehören zu den Genres der Moderne. Aber auch die Menüs von Nam June Paiks Meisterschüler Arpad Dobriban und die Brennsuppe von Dieter Frölich. Sie verkörpert mehr als Mehl und Wasser. Für den Gastronomiekritiker und Kochtheoretiker Jürgen Dollase ist Kochen wie das Schreiben eines Musikstückes. Was aber macht die Zubereitung einer Speise zur ältesten Form der bildenden Kunst? Was hat das Kochen gemein mit Architektur und Malerei? Worin besteht das Ideal der Tafelkunst? Claudia Friedrich kommt auf den Geschmack. WDR 5: Scala. Das Kulturmagazin |
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