Mops

Auf den Mops gekommen


Möpse waren schon immer Diven gewesen und werden immer Diven sein. Auch wenn ihr großer Auftritt schon Jahrhunderte zurückliegt, haben sie nicht verlernt, Starallüren an den Tag zu legen.

Manche geben sich zickig, andere halten sich vornehm zurück. Doch alle haben Charakter und sind sich ihrer Herkunft wohl bewusst. Die ist von Adel und kommt von weit her. Aus China nämlich, wo Möpse von menschlichen Fürsten im Ärmel seidener Gewänder umher getragen wurden. So will es die Legende. Und was Legende ist, ist für einen Mops Realität. Auch für die majestätischen Tiere von Inge und Wolfgang Weßling. Sie werden nicht in der Kleidung getragen, genießen aber sonst jegliche Freiheit, die ein Tier von Adel zu genießen pflegt. Und wie es sich für richtige Diven gehört, feierten die 20 "Weßlingschen" Mopsdamen- und herren ihr alljährliches Gartenfest in Kürten. Und wer was auf sich hielt, ließ sich auf dem internationalen Mopsparkett an der Grundermühle, genauer: Mopsallee blicken. Wie jedes Jahr traf sich auch dieses Mal die High Society an üppigen Buffets. Die gewichtigen Vierbeiner trugen echten Pelz zur Schau, gaben Autogramme in Form von duftenden Sekreten und lümmelten vornehm auf Stühlen, Tischen, Menschenbeinen und wenn es sein musste, auf dem Boden. Wie es sich für Diven gehört. Den Menschen gegenüber gaben sie sich höflich. In menschlicher entwickeln Möpse seidene Schlafhäutchen auf den großen, runden Augen, bevor sie ihre Lider schließen: als Zeichen ihrer Toleranz gegenüber den Zweibeinern. Tja, nicht jeder hat das Glück, ein Mops zu sein.


(Kölner Stadt-Anzeiger)

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